Work in Progress

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Work in Progress ist eine Veranstaltung der Hamburg Kreativ GmbH mit Kampnagel

Programm

Was (uns) Arbeit bedeutet - 2 Perspektiven auf den Zusammenhang von Arbeit und Identität

Impuls Kainkollektiv: Generationen-Lücke und Postindustrielle Landschaft – Anmerkungen zum Theaterprojekt “Die Kinder von Opel”

Mit der Schließung der Opel-Werke endete in Bochum ein Stück Industriegeschichte. Eng verbunden mit dieser Arbeitsgeschichte sind die Leben der Menschen, die für Opel gearbeitet haben. Viel zu oft vergisst man, dass Arbeitsraum auch Lebensraum, politischer Raum, Begegnungsstätte bedeutet. Was geschieht mit diesen Räumen nach ihrer Schließung? Wie sieht das Leben danach aus für „Die Kinder von Opel“ – für die ehemaligen Mitarbeiter, ihre Familien – aber auch für die junge Generation, die Kinder ohne Opel? Wie wird sich die Zukunft der Region darstellen im Kontext eines nicht enden wollenden Strukturwandels? Die Lücke, die sich mit diesem Wandel auftut, ist nicht zuletzt eine Generationen-Lücke. Die Bochumer Theatermacher vom kainkollektiv haben sich für ihr Projekt „Die Kinder von Opel“ auf eine Reise in die unterschiedlichen Herzkammern Bochums begeben und haben echte und erfundene „Opel-Kinder“ getroffen. Dabei sind sie erstaunlichen Lebensgeschichten begegnet.

Impuls Inge Hannemann: Die Negierung des Begriffes Arbeit in den Jobcentern

Als ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin kann Inge Hannemann davon berichten, dass der Begriff Arbeit in den Jobcentern einen reinen „Geldbegriff“ darstellt. So gilt, dass jede Tätigkeit besser sei, als Sozialgelder in Anspruch zu nehmen. Der Begriff der (reproduktiven) Arbeit verlor mit der Agenda 2010 seine eigentliche Bedeutung und wurde den Arbeitslosengeld-II-Berechtigten entzogen. Arbeit als Leistungsfähigkeit und die Negierung von reproduktiver Tätigkeit sowie Kunst, Kultur und Journalistik im Fokus der Arbeitsvermittlung.

Im Anschluss an die Impulsvorträge findet ein Gespräch mit Inge Hannemann und dem kainkollektiv (Fabian Lettow und Mirjam Schmuck) statt.

Moderation: Katrin Benner